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Elena Sanchez

  • Autorenbild: ABRA
    ABRA
  • vor 2 Stunden
  • 7 Min. Lesezeit

Zwischen Hollywood-Sets, Stunts und Haute Couture: Wie Elena ihr Leben zwischen Risiko, Ruhm und Realität balanciert

Weltstars, spektakuläre Stunts und große Kinoprojekte – Elena bewegt sich in einer Branche, die von außen nach purem Glamour aussieht. Doch hinter den Kulissen geht es um harte Arbeit, Disziplin und den Mut, immer wieder neue Wege zu gehen. Im Interview spricht sie offen über ihre Aha-Momente zwischen Schauspiel, Modeln und Action, über Verletzungen, ehrliche Einblicke in ihr Privatleben und ihre klare Haltung zu KI und Zukunft der Filmwelt. Außerdem verrät sie, welche internationalen Projekte als Nächstes anstehen – und welche persönlichen Träume sie noch antreiben.


Hi ABRA Magazine! Mein Name ist Elena Sanchez, und ich bin Schauspielerin, Stuntwoman und Model.


Ich freue mich riesig über die Einladung, euer Covermodel in diesem Monat zu sein. Die Schweiz liegt mir sehr am Herzen, da ich viele Jahre meiner Kindheit hier verbracht habe. Ich komme auch heute noch oft zurück, weil ein Teil meiner Familie hier lebt.


Nach meinem Schulabschluss in der Schweiz bin ich in die USA gezogen, habe studiert und bin anschließend mit dem Traum, Schauspielerin zu werden, nach New York City gegangen.


Manchmal kann ich es selbst kaum glauben, aber ich habe es geschafft! Ich habe in über 100 Filmen und Serien mitgespielt und hatte das große Glück, mit einigen der größten Stars der Welt zu arbeiten.


Ich hoffe sehr, dass das erst der Anfang ist und ich noch lange das tun darf, was ich liebe.

Danke an ABRA für diese Möglichkeit – und danke DIR fürs Lesen!




CREDITS


MODEL ELENA SANCHEZ, @THEELENASANCHEZ

MAKE-UP ARTIST FLORINA PALUSHAJ

HAIR DANIELLE MANSER, @PRESTIGEWIG

PHOTOGRAPHER ADRIAN BRAEM @ADRIANBRAEM_PORTRAITS

FASHIONER GÜNEŞ, @GCASSO.SWISS.STONES

VIDEOGRAPHER SVETLANA, @SVETLANA_VISUALS

CONTENT CREATOR ANDZELIKA JULIANA, @ANDZELSKA.OFFICIAL



Elena, Du arbeitest immer wieder mit weltberühmten Schauspielern zusammen, die Millionen Menschen kennen. Wie erlebst Du diese Begegnungen jenseits von Glamour und öffentlichem Bild – ganz von Mensch zu Mensch?


Ich glaube, du hast das Entscheidende gerade selbst gesagt – Mensch zu Mensch. Am Ende des Tages sind selbst die größten Filmstars ganz einfach Menschen. Sie auch so zu sehen, als Kolleg:innen, und gleichzeitig Respekt vor ihren unglaublichen Leistungen zu haben, ist mir wichtig. Und wie du schon sagst: Am Set ist es meist alles andere als glamourös. Wir arbeiten in Kälte, extremer Hitze, im Dreck und unter wirklich harten Bedingungen. Freundlich und fürsorglich miteinander umzugehen, ist da extrem wichtig. Wir erschaffen gemeinsam etwas – und die besten Schauspieler:innen, mit denen ich gearbeitet habe, wissen die harte Arbeit aller Beteiligten sehr zu schätzen.


Wann hast du eigentlich gemerkt, dass du Modeln, Schauspiel und Stunts am liebsten alles zusammen machen willst – gab's da so einen Aha-Moment?


Ja, tatsächlich gab es mehrere Aha-Momente. Der erste war im College, als ich meinen ersten Schauspielkurs besucht habe. Ich hatte so viel Spaß, dass ich dachte: Ich will jeden Tag mit genau diesem Gefühl zur Arbeit gehen. In diesem Semester habe ich beschlossen, Schauspielerin zu werden. Zwei Jahre später lebte ich in New York und ging auf die Schauspielschule, als ich meinen ersten großen Job bekam – einen Werbespot für Sony Ericsson. Ich habe darin als Schauspielerin gespielt, hing an Seilen in der Luft und habe Saltos auf einem Trampolin gemacht. Das war mein zweiter Aha-Moment: Ich habe realisiert, dass ich Stunts gemacht habe, und begann gezielt Actionrollen zu verfolgen. Modeln habe ich schon früher ausprobiert, aber erst als ich als Schauspielerin erfolgreicher wurde, kamen Einladungen zu Shootings und Fashion Shows. Das genieße ich inzwischen auch sehr.



Du hast ja am Lee Strasberg Institute und an der RADA gelernt – zwei ziemlich unterschiedliche Welten! Was hast du aus beiden mitgenommen, was dich heute noch prägt?

Mir war es wichtig, an weltbekannten Schauspielschulen zu lernen, verschiedene Methoden kennenzulernen und daraus meinen eigenen Prozess zu entwickeln. Von Cornell über Strasberg bis zur RADA habe ich unter anderem Meisner, Stanislavski und die Alexander-Technik studiert. Ich wollte mich nie auf eine einzige Methode festlegen, denn jede Rolle und jede Situation ist anders. Also habe ich mir von allem etwas mitgenommen und wende es je nach Bedarf an.


Große Blockbuster oder kleine Indie-Produktionen – was macht dir mehr Spaß und warum? Gibt's da für dich einen klaren Favoriten?

Ich mag beides – aus unterschiedlichen Gründen. Das ist tatsächlich die Frage, die mir in Interviews am häufigsten gestellt wird. Große Blockbuster sind beeindruckend: riesige, aufwendige Sets (auch wenn man manchmal einfach nur vor einem Greenscreen steht), Arbeit mit großen Filmstars und Oscar-prämierten Teams in jeder Abteilung. Indie-Produktionen sind kleiner, aber auf eine ganz andere Art besonders. Es fühlt sich familiärer an, und ich kann oft mehr kreative Impulse einbringen. Ich liebe es, beides machen zu dürfen.



Stuntarbeit ist ja echt nichts für schwache Nerven. Wie bringst du Körper und Kopf in Topform, wenn's mal wieder richtig wild wird?

20 Jahre Kunstturnen haben mich mental und körperlich perfekt auf Stunts vorbereitet. Bei einem Wettkampf hat man nur eine Chance – genauso wie bei Stunts. Man performt vor Publikum (Kameras, Crew, Schauspieler:innen) und muss es beim ersten Mal perfekt machen. Dafür braucht es mentale Stärke und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Turnen hat mir außerdem Körperbewusstsein und effiziente Bewegung beigebracht. Ansonsten geht es darum, ein solides Fitness-Level zu halten – ein konstant hohes Niveau ist kaum möglich – und gezielt Skills zu trainieren, wenn ein Job es erfordert.


Mode ist bei dir immer präsent – ob auf Fotos oder Events. Was bedeutet dir Fashion eigentlich persönlich, auch abseits vom Rampenlicht?

Ich liebe Mode. Sie ist ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, und ich probiere gern Neues aus. Auf dem roten Teppich tendiere ich meist zu klassischen oder Old-Hollywood-Looks, aber ich versuche, mutiger zu sein und Neues zu wagen. Zu Hause bin ich definitiv in bequemer Kleidung und ohne Make-up. Beim Abendessen oder Treffen mit Freunden ziehe ich mich gern schick an. Beim Reisen steht Funktionalität im Vordergrund. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Designer:innen lerne ich Fashion ganz neu schätzen.


Du spielst oft starke, präsente Figuren. Wie wichtig ist es dir, Rollen zu zeigen, die nicht ins klassische Schönheits- oder Rollenklischee passen?

Am Anfang hat man kaum Einfluss darauf, welche Rollen man bekommt – man ist einfach froh, überhaupt arbeiten zu dürfen. Durch meinen Stunt-Hintergrund habe ich früh kleinere Actionrollen gespielt, zum Beispiel Polizistinnen oder Auftragskillerinnen. Als ich mich stärker auf Schauspiel konzentriert habe, hat sich das fortgesetzt: Meine letzten beiden Hauptrollen waren eine Detektivin und eine Polizistin. Ich spiele gern starke Frauen, bin aber auch offen für ganz andere Figuren. Ich lasse mich überraschen, welche Rollen zu mir finden, und gehe mit dem Flow des Universums.


Dein Insta wirkt total authentisch, aber auch sehr überlegt. Was willst du dort von dir zeigen – und was bleibt ganz bewusst privat?

Ehrlichkeit ist mir auf Instagram extrem wichtig. Deshalb poste ich in meinen Stories oft einfache Videos ohne Make-up. Es ist unrealistisch, immer „Red-Carpet-ready“ auszusehen, und ich möchte keine unrealistischen Schönheitsideale fördern. Privat halte ich Familie und Freunde, es sei denn, sie sind ausdrücklich einverstanden auf meinem Instagram zu erscheinen. Über persönliche Kämpfe spreche ich selten, weil ich niemanden runterziehen möchte – aber ich denke, es ist wichtig, auch Herausforderungen zu zeigen. Deswegen arbeite ich daran, die richtige Balance zu finden. Mein Liebesleben halte ich auch komplett privat. Wahrscheinlich werde ich erst dann einen Partner zeigen, wenn ich verheiratet bin.





Du hast schon mit vielen verschiedenen Kreativen gearbeitet. Was macht für dich eine richtig gute Zusammenarbeit aus, bei der du dich wohl und inspiriert fühlst?

Die beste Zusammenarbeit entsteht, wenn man als Mensch und als Künstler:in respektiert wird und der eigene kreative Input geschätzt wird. Besonders bei größeren Rollen habe ich das zum Glück oft erlebt. Bei Rollen mit nur einer Zeile Dialog erwartet man natürlich kein Mitspracherecht. Aber in den letzten Jahren, in denen ich vermehrt Hauptrollen gespielt habe, durfte ich mit Filmschaffenden arbeiten, die aktiv nach meiner Meinung fragen und sie ernst nehmen – das ist eine sehr schöne Erfahrung.


Als Model und Schauspielerin präsentierst du dich – als Stuntfrau riskierst du manchmal sogar dein Äußeres. Wie gehst du mit diesem Spannungsfeld um?

In der Öffentlichkeit zu leben kann stressig sein, aber ich versuche, mir selbst keinen Druck zu machen. Wir sind alle nur Menschen, mit guten und schlechten Tagen, die sich diesen Planeten teilen. Deshalb ist mir Ehrlichkeit in sozialen Medien wichtig. Als Stuntwoman gehe ich nur sehr kalkulierte Risiken ein – und es gibt Risiken, die ich heute nicht mehr eingehe. 2021 habe ich zum Beispiel einen Feuerstunt gemacht. Ich habe mir gesagt: einmal, um es erlebt zu haben – mehr nicht. Es ist das Risiko einfach nicht wert. Ich habe mir dabei tatsächlich den Fuß ziemlich schlimm verbrannt. Zum Glück nicht das Gesicht!


Die Film- und Modewelt verändert sich gerade rasant. Wo siehst du aktuell die größten Chancen? – und wo hakt's noch?

Ich glaube, das größte Thema für Künstler:innen ist aktuell KI. Ich bin überzeugt, dass Stunt-Doubles in naher Zukunft kaum noch gebraucht werden. Umso dankbarer bin ich, dass ich früh darauf gesetzt habe, mich auch als Schauspielerin zu etablieren – denn echte menschliche Emotionen auf der Leinwand werden niemals verschwinden. Menschen wollen immer Menschen sehen, die Geschichten erzählen. Mode ist glücklicherweise sehr haptisch und wird ebenfalls nicht verschwinden – im Gegenteil: Sie wird immer wichtiger, weil sie eine zentrale Form des Selbstausdrucks im Alltag ist.


Gibt's gerade neue Projekte, über die du schon ein bisschen was verraten kannst?

Mein nächster Film „Neglected“ kommt bald raus. Darin spielen neben mir Josh Duhamel, Dylan Sprouse und auch Til Schweiger mit. Es ist ein Detective-Thriller, ein bisschen wie Se7en. Außerdem bin ich im neuen „Jumanji“ zu sehen, der im Dezember erscheint! 2026 wird ein unglaublich spannendes Jahr für mich – dafür bin ich sehr dankbar.


Wenn du an deine internationale Karriere denkst: In welchem kreativen Umfeld oder Land siehst du dich langfristig am stärksten?

Ich würde natürlich sehr gern weiter in Hollywood arbeiten, aber auch mehr in London und in Europa – besonders in der Schweiz und in Deutschland. Als jemand, der in Deutschland geboren wurde und in der Schweiz aufgewachsen ist, wäre es eine große Ehre, hier zu arbeiten. Außerdem wäre meine Familie dann viel näher, und ich könnte sie öfter sehen.


Und zum Schluss: Was wünschst du dir persönlich für die nächsten Jahre – künstlerisch, beruflich und einfach fürs Leben?

Ich möchte weiterhin in Filmen und Serien arbeiten und Rollen spielen, die für die Geschichte wirklich relevant sind. Es macht einen Unterschied, ob man eine Figur spielt, die jemand anderen unterstützt – was ich auch sehr gern mache – oder ob man DIE Geschichte selbst trägt. In der Mode wünsche ich mir Partnerschaften mit Marken, die nachhaltig sind, Diversität fördern und gleichzeitig stilvoll und bequem sind. Ich möchte weiter reisen und mir jedes Jahr ein neues Land erschließen. Und nicht zuletzt wünsche ich mir, einen Lebenspartner zu finden und eine eigene Familie zu gründen.






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